Vorbereitung

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Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden in Erlangen Vorbereitungskurse angeboten. Sie sind genau auf die Inhalte des schriftlichen Teils der BA-Prüfung ausgerichtet. Für jeden Fragenteil der Prüfung wird ein Kurs angeboten:

Nr.KursStunden
1 Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 10
2 Grundlagen der Übersetzungswissenschaft 28-35
3 Übersetzen und Linguistik 7
4 Textlinguistik und Stilistik 7
5 Terminologie, Fachsprachen 7
6 Einführung in die Dolmetschwissenschaft 4
7 Interkulturelle Kommunikation 7
8 Arbeitstechniken (wahlweise) 10

Eine detaillierte Aufstellung der verbindlichen Inhalte der Kurse mit weiterführender Literatur zu jedem Bereich finden Sie hier.

Die VKs werden als Blockseminare am IFA angeboten, in der Regel Freitags 14.00 – 19.00 und Samstags 10.00 – 17.00 Uhr.

Die Anmeldung zu den VKs ist unabhängig von der Anmeldung zur Externenprüfung. Sie sind keine Zulassungsvoraussetzung, aber dringend empfehlenswert. In allen Kursen werden Skripten oder Folien zur Verfügung gestellt.

Kurs Nr. 8 "Arbeitstechniken" umfasst Inhalte, die die Erstellung der BA-Arbeit und die Durchführung der mündlichen Prüfung erleichtern sollen: Wissenschaftliches Arbeiten mit Word, Schreibtechniken, Vortragstechniken, Stressbewältigung und Entspannungsübungen, Präsentationstechniken einschl. Einführung in PowerPoint.

Die Dozenten der VKs geben auch Hinweise über mögliche Themen für die BA-Arbeit und können diese u. U. betreuen.

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

In diesem Kurs werden die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens erklärt und eingeübt: Wie formuliert man ein wissenschaftliches Thema, wie organisiert man die eigene Arbeit, was muss man dabei beachten, welche Kriterien wissenschaftlichen Schreibens gibt es? Außerdem werden die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit besprochen: Einleitung (was muss darin stehen, wie), Gliederung (welche Gliederungsmuster gibt es, was leistet eine Gliederung), Zitierkonventionen (wie werden Zitate eingebaut, wie wird Literatur korrekt zitiert), Bibliografie (wie sehen bibliografische Einträge aus, was ist Forschungsliteratur und was nicht), Anhänge (wann muss man welche machen, wie sollten sie aussehen). Dieser Kurs steht immer am Anfang, weil es die methodische Orientierung für alles weitere bietet.

 

Grundlagen der Übersetzungswissenschaft

Dieser Kurs bildet den größten Einzelblock der Vorbereitungskurse. Darin werden die wissenschaftlichen Grundlagen des Übersetzens, der Theorie und Methodologie des Übersetzens dargelegt, und auch die verschiedenen theoretischen Ansätze, nach denen übersetzerisches Handeln ausgerichtet wird: semiotisch, skopostheoretisch, hermeneutisch usf.

 

Übersetzung und Linguistik

In diesem Kurs werden die Grundlagen der strukturellen Linguistik systematisch dargestellt: Phonetik / Phonologie, Semantik, Syntax, Pragmatik, Grundlagen der Semiotik. Das Wissen aus diesem Kurs stellt die Basis dar, um sprachliche Phänomene und Aussagen wissenschaftlich stringent und präzise beschreiben und erklären zu können.

 

Textlinguistik und Stilistik

Die strukturelle Linguistik stellt die einzelne Aussage in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Texte bestehen aber aus einer Abfolge vieler einzelner Aussagen, und sie weisen bestimmte Merkmale auf, mit denen ein Sinnzusammenhang und ein internes Verweissystem aufgebaut werden. Die Textlinguistik untersucht diese Merkmale und geht der Frage nach, welche Strukturen auf Textebene für diesen Zusammenhang wirksam sind. Mit der Textlinguistik ist die Stilistik eng verbunden, nicht nur als Wissen, um "richtig und gut zu schreiben", sondern um Klarheit und Eindeutigkeit in der sprachlichen Darstellung komplexer Zusammenhänge zu erreichen. Durch die Stilistik wird die Anwendung des sinnstiftenden verweisenden Systems in einem Text praktisch greifbar.

 

Terminologie, Fachsprachen

Übersetzer brauchen Wörterbücher und Glossare. Die Terminologie, Terminographie und Lexikographie untersuchen die Kriterien und Methoden, die für und bei der Erstellung von Wörterbüchern, Lexika und terminologischen Datenbanken angewandt werden müssen, um diese Hilfsmittel mit einem Maximum an Information zu versehen und höchstmögliche Benutzerfreundlichkeit und sprachliche Differenzierung zu erreichen.

Fachsprachen sind Sprachen, die in einem Teilbereich wirtschaftlicher, technischer oder sonstiger Aktivitäten verwendet werden, um ganz spezifische Begriffe und Zusammenhänge auszudrücken. Fachsprachen sind häufig "normiert" in dem Sinne, dass die Ausdrucksweise für bestimmte Sachverhalte festgelegt wird und in allen fachsprachlichen Äußerungen berücksichtigt werden muss. Sie hängen eng mit spezieller Terminologie zusammen. In dem Kurs werden die Kriterien bearbeitet, die Fachsprachen zugrunde liegen und die zu beachten sind, wenn sprachliche Normierungen vorgenommen werden.

 

Einführung in die Dolmetschwissenschaft

In dem Kurs werden die wissenschaftlichen Grundsätze des Dolmetschens und die verschiedenen Bereiche dargestellt, nach denen das Dolmetschen analysiert werden kann. Hierzu gehören sowohl die Kommunikationsvorgänge während des Dolmetschens als auch Aspekte der Dolmetschgeschichte u.a.m.

 

Interkulturelle Kommunikation

In diesem Kurs wird systematisch die Problematik der Kommunikation zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen aufgearbeitet, sowohl auf interpersonaler Ebene als auch medial durch die permanente Erzeugung und Vermittlung von Vorstellungen über fremde Kulturen. Damit sind Übersetzer und Dolmetscher unmittelbar konfrontiert. Zur IKK gehören aber auch viele Phänomene medialer und wirtschaftlicher Kommunikation.

 

Arbeitstechniken

Unter diesem Punkt sind mehrere Teilbereiche zusammengefasst, die ganz praktisch auf die Erleichterung der Arbeit bei der Erstellung der BA-Arbeit und bei der mündlichen Prüfung zielen. Ein Word-Kurs zeigt die Möglichkeiten der Programms auf, durch bestimmte Einstellungen zeitsparend z.B. die Gliederung automatisch erstellen zu lassen, Register oder alphabetisch geordnete Bibliografien zu erstellen, ggf. Zeilen zu nummerieren, Kopf- und Fußzeilen einzurichten usf. Ein Kurs über Vortrags- und Atemtechniken und ein weiteres über die Erstellung von Präsentationen mit PowerPoint zielt auf die sichere Gestaltung der mündlichen Prüfung. Dieser Block ist nicht verpflichtend – wird in der schriftlichen Prüfung nicht abgefragt – sondern versteht sich als zusätzliches arbeitstechnisches Angebot zur leichteren Bewältigung der BA-Prüfung.