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Abschlussprüfung staatlich anerkannter Fachakademien für Übersetzer

  • Schriftliche Prüfung
  1. Aufsatz in der Fremdsprache (180 Min.)
  2. Übersetzen eines Textes allgemeiner Art in die Fremdsprache (90 Min.)
  3. Übersetzen eines Textes aus dem Fachgebiet in die Fremdsprache (90 Min.)
  4. Übersetzen eines Textes allgemeiner Art ins Deutsche (90 Min.)
  5. Übersetzen eines Textes aus dem Fachgebiet ins Deutsche (90 Min.)
  •  Mündliche Prüfung
  1. Gespräch in der Fremdsprache (15 Min.)
  2. Stegreifübersetzung ins Deutsche (10 Min.)
  3. Stegreifübersetzung in die Fremdsprache (10 Min.) (2. oder 3. muss dem Fachgebiet entnommen sein)
  4. Mündliche Erläuterungen zum Fachgebietstext  (20 Min.)

 

Abschlussprüfung staatlich anerkannter Fachakademien für Dolmetscher

  • Gesamter mündlicher Teil der Übersetzerprüfung (s.o.)
  • Mündlicher Teil der Dolmetscherprüfung
  1. Wiedergabe eines in der Fremdsprache gehaltenen Vortrags in Deutsch (15 Min.)
  2. Wiedergabe eines in Deutsch gehaltenen Vortrags in der Fremdsprache (15 Min.) (1. oder 2. muss dem Fachgebiet entnommen sein)
  3. Dolmetschen einer zweisprachig geführten Verhandlung zwischen zwei Gesprächspartnern aus dem Fachgebiet (15 Min.)

 

 

Ausführlich können Sie dies in der Schulordnung nachlesen:

 

Auszug aus der Schulordnung für die Fachakademien für Übersetzen und Dolmetschen in Bayern (Fachakademieordnung Übersetzen und Dolmetschen - FakOÜDol) Vom 10. August 1987

2.

Aufgaben der Übersetzer- und Dolmetscherprüfung

 
§ 37
Schriftlicher Teil der Übersetzerprüfung

(1) Der schriftliche Teil der Übersetzerprüfung umfasst folgende Klausurarbeiten:

1.
Aufsatz in der zu prüfenden Sprache über eines von mindestens drei zur Wahl gestellten Themen zur Landeskunde des Sprachraums dieser Sprache (Arbeitszeit: drei Stunden),
2.
Übersetzung eines anspruchsvollen Textes allgemeiner Art von etwa 30 Schreibmaschinenzeilen Länge aus dem Deutschen in die zu prüfende Sprache (Arbeitszeit: 90 Minuten),
3.
Übersetzung eines anspruchsvollen, dem gewählten Fachgebiet entnommenen Textes von etwa 30 Schreibmaschinenzeilen Länge aus dem Deutschen in die zu prüfende Sprache (Arbeitszeit: 90 Minuten),
4.
Übersetzung eines anspruchsvollen Textes allgemeiner Art von etwa 30 Schreibmaschinenzeilen Länge aus der zu prüfenden Sprache in das Deutsche (Arbeitszeit: 90 Minuten) und
5.
Übersetzung eines anspruchsvollen, dem gewählten Fachgebiet entnommenen Textes von etwa 30 Schreibmaschinenzeilen Länge aus der zu prüfenden Sprache in das Deutsche (Arbeitszeit: 90 Minuten).

(2) Prüfungsteilnehmer, deren Muttersprache die zu prüfende Sprache ist, haben statt des Aufsatzes nach Absatz 1 Nr. 1 einen Aufsatz über eines von drei Themen zur deutschen Landeskunde in Deutsch zu schreiben.

(3) 1 Die Prüfungsaufgaben werden vom Staatsministerium gestellt. 2 Bei der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben dürfen Hilfsmittel nicht verwendet werden, es sei denn, solche wurden ausdrücklich vom Staatsministerium genehmigt.

(4) 1 Legt der Prüfungsteilnehmer die Übersetzerprüfung zum selben Prüfungstermin oder in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Prüfungsterminen in zwei Fachgebieten derselben Sprache ab, so hat er sich nur einmal den Prüfungen nach Absatz 1 Nrn. 1, 2 und 4 zu unterziehen. 2 Die Einzelnoten dieser Klausurarbeiten zählen für die Teilnote der schriftlichen Prüfung in beiden Fachgebieten.

(5) 1 Jede Klausurarbeit ist von zwei Prüfern zu bewerten. 2 Bei abweichender Bewertung soll versucht werden, eine Einigung über die Note zu erzielen. 3 Kommt eine Einigung nicht zustande, trifft der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder ein von ihm bestimmter Prüfer den Stichentscheid.

 
§ 38
Mündlicher Teil der Übersetzerprüfung

(1) Der mündliche Teil der Übersetzerprüfung umfasst folgende Aufgaben:

1.
ein Gespräch in der zu prüfenden Sprache und in Deutsch über verschiedene Gebiete der allgemeinen Landeskunde, bei dem der Prüfungsteilnehmer Kenntnisse insbesondere der politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse des Sprachraums der zu prüfenden Sprache und Deutschlands nachzuweisen hat (Dauer: 15 Minuten); das Gespräch ist überwiegend in der zu prüfenden Sprache zu führen, es sei denn, diese Sprache ist die Muttersprache des Prüfungsteilnehmers,
2.
eine Stegreifübersetzung aus der zu prüfenden Sprache ins Deutsche anhand eines kurzen Textes (aus einer Zeitung, einer Zeitschrift, einem Brief oder einem anderen Schriftstück); dieser Text oder der Text nach Nummer 3 muss dem gewählten Fachgebiet entnommen sein (Dauer: 10 Minuten),
3.
eine Stegreifübersetzung aus dem Deutschen in die zu prüfende Sprache anhand eines kurzen Textes (aus einer Zeitung, einer Zeitschrift, einem Brief oder einem anderen Schriftstück); dieser Text oder der Text nach Nummer 2 muss dem gewählten Fachgebiet entnommen sein (Dauer: 10 Minuten) und
4.
sprachliche, fachliche und fachsprachliche Erläuterungen in der zu prüfenden Sprache und in Deutsch, ausgehend von den nach den Nummern 2 und 3 übersetzten Texten, wobei der Prüfungsteilnehmer insbesondere umfassende Grundkenntnisse in der Terminologie und von Sachzusammenhängen des gewählten Fachgebiets sowie hinreichende Vertrautheit mit sprachlich und fachlich relevanten Hilfsmitteln nachzuweisen hat (Dauer: 20 Minuten).

(2) 1 Legt der Prüfungsteilnehmer die Übersetzerprüfung zum selben Prüfungstermin oder in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Prüfungsterminen in zwei Fachgebieten derselben Sprache ab, so hat er sich nur einmal der Prüfung nach Absatz 1 Nrn. 1 sowie 2 oder 3 (Stegreifübersetzung allgemein) zu unterziehen. 2 Die Prüfungsleistungen zählen für beide Fachgebiete.

(3) 1 Die Bewertung jeder mündlichen Aufgabe erfolgt durch zwei Prüfer. 2 Bei abweichender Bewertung gilt § 37 Abs. 5 Sätze 2 und 3 entsprechend.

(4) Geringfügige Abweichungen von der vorgeschriebenen Prüfungszeit sind zulässig.

 
§ 39
Dolmetscherprüfung

(1) Die Dolmetscherprüfung umfasst:

1.
den mündlichen Teil der Übersetzerprüfung sowie
2.
die folgenden drei mündlichen Aufgaben des Dolmetscherteils:
a)
inhaltlich richtige, sprachlich einwandfreie und flüssige mündliche Wiedergabe eines in der zu prüfenden Sprache gehaltenen Vortrags in Deutsch; von dem Vortrag können Notizen gemacht werden; dieser Vortrag oder der Vortrag nach Buchstabe b wird dem gewählten Fachgebiet entnommen (Dauer des Vortrags ca. 6 Minuten, Dauer von Vortrag und Wiedergabe zusammen höchstens 15 Minuten),
b)
inhaltlich richtige, sprachlich einwandfreie und flüssige mündliche Wiedergabe eines in Deutsch gehaltenen Vortrags in der zu prüfenden Sprache; von dem Vortrag können Notizen gemacht werden; dieser Vortrag oder der Vortrag nach Buchstabe a wird dem gewählten Fachgebiet entnommen (Dauer des Vortrags ca. 6 Minuten, Dauer von Vortrag und Wiedergabe zusammen höchstens 15 Minuten),
c)
Dolmetschen einer zweisprachig geführten, sprachlich anspruchsvollen Verhandlung zwischen zwei Gesprächspartnern in praxisnaher Gesprächsführung unter Berücksichtigung des gewählten Fachgebiets (Dauer: 15 Minuten).

(2) 1 Der erste Teil der Dolmetscherprüfung nach Absatz 1 Nr. 1 ist nicht abzulegen, wenn die Dolmetscherprüfung in derselben Sprache und demselben Fachgebiet entweder zum selben Termin wie die Übersetzerprüfung oder zum unmittelbar darauffolgenden Termin abgelegt wird. 2 Die Einzelnoten für die entsprechenden Prüfungsaufgaben des mündlichen Teils der Übersetzerprüfung (§ 38 Abs. 1) zählen auch für die Dolmetscherprüfung.

(3) 1 Wenn die Dolmetscherprüfung in zwei Fachgebieten derselben Sprache zum selben Prüfungstermin oder in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Prüfungsterminen abgelegt wird, ist die Prüfungsaufgabe nach Absatz 1 Nr. 2 Buchst. a bzw. b, die nicht einem der beiden gewählten Fachgebiete entnommen ist, nur einmal abzulegen. 2 Die Prüfungsleistung zählt für beide Fachgebiete.

(4) 1 Wenn die Dolmetscherprüfung zum selben Termin in zwei Fachgebieten derselben Sprache abgelegt wird, ohne dass diese zum selben Termin wie die entsprechenden Übersetzerprüfungen oder zum unmittelbar darauffolgenden Termin abgelegt wird, werden von den in Absatz 1 Nr. 1 genannten Prüfungsaufgaben die Aufgaben nach § 38 Abs. 1 Nrn. 1 sowie 2 oder 3 (Stegreifübersetzung allgemein) nur einmal abgelegt. 2 Die Prüfungsleistungen zählen für beide Fachgebiete.

(5) Für die Bewertung gilt § 38 Abs. 3 entsprechend.

 

Abschnitt II

Abschlussprüfung für andere Bewerber

 
§ 40
Allgemeines

(1) 1 Bewerber, die keiner Fachakademie angehören oder an der besuchten Fachakademie die Abschlussprüfung nicht ablegen können, können als andere Bewerber zur Abschlussprüfung an einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Fachakademie zugelassen werden. 2 Als anderer Bewerber zählt nicht, wer in dem Studienjahr, in dem er sich der Übersetzer- bzw. Dolmetscherprüfung unterziehen will, in der zu prüfenden Sprache Studierender einer öffentlichen oder staatlich anerkannten privaten Fachakademie in Bayern war.

(2) 1 Die Bewerber legen die Abschlussprüfung im wesentlichen unter den gleichen Bedingungen ab wie die Studierenden der öffentlichen oder staatlich anerkannten Fachakademien. 2 Es gelten die Bestimmungen der §§ 28 bis 39, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist.

 
§ 41
Zulassung

(1) 1 Die Bewerber bedürfen der Zulassung, die bis spätestens 15. Januar bei der Schule zu beantragen ist. 2 Über die Zulassung wird schriftlich entschieden.

(2) Andere Bewerber werden zur Übersetzerprüfung in einer Sprache und einem Fachgebiet zugelassen, wenn sie

1.
a)
die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife besitzen oder
b)
die Abschlussprüfung einer mindestens zweijährigen öffentlichen oder staatlich anerkannten privaten Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe in Bayern mit Erfolg abgelegt haben oder
c)
einen Bildungsabschluss nachweisen, dessen Gleichwertigkeit mit den Abschlüssen nach den Buchstaben a oder b vom Staatsministerium oder einer von ihm beauftragten Stelle anerkannt wurde,
2.
ein Studium in der zu prüfenden Sprache und in dem zu prüfenden Fachgebiet an einer Fachakademie für Übersetzen und Dolmetschen in Bayern durchlaufen haben oder eine diesem Studium gleichwertige berufsqualifizierende Ausbildung in dieser Sprache und diesem Fachgebiet nachweisen können oder mindestens in vergleichbarem Umfang als Übersetzer (Nachweis von mindestens 1200 Arbeitsstunden oder 1200 DIN A 4 Seiten) in dieser Sprache tätig gewesen sind und,
3.
falls die Muttersprache nicht Deutsch ist, über hinreichende Deutschkenntnisse (mindestens auf dem Niveau des Großen Sprachdiploms des Goethe-Instituts oder des Goethe-Zertifikats C2: Großes Deutsches Sprachdiplom) verfügen.

(3) Andere Bewerber werden zur Dolmetscherprüfung in einer Sprache und einem Fachgebiet zugelassen, wenn sie

1.
die Übersetzerprüfung in dieser Sprache und diesem Fachgebiet oder eine vom Staatsministerium oder der von ihm beauftragten Stelle als gleichwertig anerkannte Prüfung bestanden haben oder die Zulassung zur Übersetzerprüfung in dieser Sprache und diesem Fachgebiet zum selben Termin beantragt haben und die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllen und
2.
ein Studium in der zu prüfenden Sprache und in dem zu prüfenden Fachgebiet an einer Fachakademie für Übersetzen und Dolmetschen in Bayern durchlaufen haben und dabei die für Dolmetscher vorgesehenen zusätzlichen Unterrichtsveranstaltungen besucht haben oder eine diesem Studium gleichwertige berufsqualifizierende Ausbildung in dieser Sprache und diesem Fachgebiet nachweisen können oder eine entsprechende Berufspraxis (mindestens 500 Stunden) als Dolmetscher besitzen.

(4) Die Bewerber haben beim Antritt zur Prüfung und auf Verlangen auch während der Prüfung ihren amtlichen Lichtbildausweis vorzuweisen.

 
§ 42
Mündlicher Teil der Übersetzerprüfung/Dolmetscherprüfung

1 Die Dauer der Prüfungsaufgaben nach § 38 Abs. 1 Nrn. 1 und 4 verlängert sich bei anderen Bewerbern um 10 Minuten auf 25 Minuten bzw. 30 Minuten, es sei denn, die Übersetzerprüfung wurde in derselben Sprache und demselben Fachgebiet bereits zu einem früheren Termin abgelegt.2 Die Dauer der Vorträge nach § 39 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a und b verlängert sich bei anderen Bewerbern auf jeweils ca. 8 Minuten (Vortrag und Wiedergabe zusammen höchstens 20 Minuten), die Dauer des Verhandlungsdolmetschens nach Buchstabe c auf 20 Minuten.

 
§ 43
Festsetzung des Prüfungsergebnisses

(1) Die Zeugnisnoten ergeben sich ausschließlich aus den in der Prüfung erbrachten Leistungen.

(2) 1 Bewerber, die die Abschlussprüfung bestanden haben, erhalten ein Abschlusszeugnis, ggfs. ein Zeugnis über die Dolmetscherprüfung und eine Prüfungsurkunde. 2 § 32 Abs. 1 gilt entsprechend.

(3) 1 Die Prüfungsgesamtnote der Übersetzerprüfung ist eine auf zwei Dezimalstellen errechnete Durchschnittsnote der doppelt gewichteten Durchschnittsnote der schriftlichen Prüfung und der einfach gewichteten Durchschnittsnote der mündlichen Prüfung (Teiler 3). 2 Die Durchschnittsnoten errechnen sich durch Addition der jeweiligen Prüfungsergebnisse geteilt durch Anzahl der Prüfungen.

(4) 1 Die Prüfungsnote der Dolmetscherprüfung ist eine auf zwei Dezimalstellen errechnete Durchschnittsnote aus der einfach gewichteten Durchschnittsnote der mündlichen Übersetzerprüfung und der doppelt gewichteten Durchschnittsnote der mündlichen Dolmetscherprüfung (Teiler 3). 2 Für die Berechnung der Durchschnittsnote der mündlichen Übersetzerprüfung gilt Absatz 3 Satz 2 entsprechend; die Durchschnittsnote der mündlichen Dolmetscherprüfung errechnet sich aus dem jeweils einfach gewichteten Aufgabenteil gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a und b sowie dem doppelt gewichteten Aufgabenteil gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c (Teiler 4).

(5) Bewerber, welche die Abschlussprüfung nicht bestanden haben, erhalten einen entsprechenden Bescheid mit Angabe der erzielten Leistungen.

(6) 1 Bewerber, die lediglich einzelne Teile der Abschlussprüfung im Rahmen einer Eignungsprüfung abzulegen haben, haben die Eignungsprüfung bestanden, wenn die geforderten Einzelprüfungen bestanden sind. 2 Eine Einzelprüfung ist bestanden, wenn sie nicht schlechter als mit ,ausreichend‘ bewertet wurde. 3 Eine Wiederholung der Eignungsprüfung oder einzelner Prüfungsabschnitte ist nicht möglich.