Schreiber-Friebel-Stiftung

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Das Schreiber-Friebel-Stipendium

Für begabte und engagierte Schüler und Studierende besteht nach erfolgreichem Abschluss eines Studien-/Schuljahres (Durchschnittsnote „gut“ oder besser) die Möglichkeit, sich um ein Stipendium der Schreiber-Friebel-Stiftung zu bewerben.

 

Die Stiftung vergibt Stipendien je nach den verfügbaren Stiftungsmitteln an besonders würdige Bewerber/innen beider Schularten. Dabei handelt es sich um einen Gebührenerlass oder um Zuschüsse für Auslandspraktika. Als Bewerber kommen besonders qualifizierte Studierende und Schüler in Betracht, die das Ziel haben, einen Abschluss als Staatlich geprüfte/r Übersetzer/in und Dolmetscher/in bzw. als Staatlich geprüfte/r Fremdsprachen- oder Eurokorrespondent/in zu erlangen. Vorausgesetzt wird, dass Bewerber mindestens ein Jahr am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde absolviert und im letzten Jahreszeugnis als Durchschnittsgesamtnote mindestens die Note „gut“ erreicht haben. Zum Zeitpunkt eines vorzeitigen Ausbildungsabbruchs erlischt die Förderung.

Über die Vergabe der Stipendien entscheidet der Stiftungsvorstand aufgrund der eingereichten Anträge. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung des Stipendiums besteht nicht.

Anträge für das kommende Studienjahr sind bis 07. April 2017 formlos mit folgenden Unterlagen an den Stiftungsvorstand zu stellen:

  • Bewerbungsbogen
  • Motivationsschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf mit Foto
  • IFA-Zeugnisse (FK, Jahreszeugnis der FAK oder BFS-Zwischenzeugnis)
  • Nachweis über andere in Anspruch genommene Förderung (z.B. Bafög-Bescheid)
  • Referenzschreiben

Da bei der Entscheidung auch die finanzielle Bedürftigkeit berücksichtigt wird, sollte das Schreiben auch Informationen über die wirtschaftliche Situation enthalten. Es bleibt dem Stiftungsvorstand als Entscheidungsgremium vorbehalten, ggf. weitere entscheidungsrelevante Unterlagen anzufordern oder z.B. mit den Bewerbern ein Interview vorzusehen. Die Entscheidung über eine Förderung wird im Juni schriftlich mitgeteilt.

Der Schreiber-Friebel-Preis

Der Stiftungspreis wird jährlich vergeben und ist mit 500 € dotiert. Verliehen wird der Preis im Rahmen der Abschlussfeier an die beiden Jahresbesten von Berufsfachschule und Fachakademie am IFA.

In diesem Jahr war Eva-Maria Böhm mit einem Notendurchschnitt von 1,5 Jahrgangsbeste der Fachakademie. In der Berufsfachschule wurde mit einem Notendurchschnitt von 1,0 Kevin Gerigk Jahrgangsbester.

                                 


Schreiber-Friebel-Stiftung

Die Schreiber-Friebel-Stiftung ist eine rechtsfähige und öffentliche Stiftung des Bürgerlichen Rechts mit Sitz in Erlangen und als solche von der Regierung von Mittelfranken anerkannt. Der in der Satzung festgelegte Stiftungszweck ist, „begabte und bedürftige Studierende und Schüler des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde bei der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (IFA) durch finanzielle Zuwendung, die die Studiengebühren decken, zu unterstützen“. Die Förderung gilt also jungen, sprachbegabten Personen, die ein hohes sprachliches und allgemeines Wissenspotential haben und aufgrund ihrer bisherigen Leistungen erwarten lassen, dass sie die Ausbildung am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde mit Aus-zeichnung abschließen werden.

 

Die Stifterin über die Hintergründe

Warum habe ich diese Stiftung errichtet? Das ist in meiner Vita begründet:

In seiner Anfangsphase war ich selbst einmal Studierende unseres Instituts – leider nur im „Schnelldurchlauf“ wegen der fehlenden Finanzen! Nach Ablegung der gerade eingeführten Staatlichen Prüfung für Übersetzer im Jahre 1952 wurde das Institut dann auch mein Arbeitgeber, wobei ich eine Teilzeitbeschäftigung als (Allein-)Sekretärin kombinieren konnte mit freiberuflicher Übersetzertätigkeit. Sehr viel später (1971–1975) folgte dann die Kombination beruflicher Tätigkeit mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Vollstudium, und schließlich die Übernahme der Leitung dieses Instituts (1978–1993). Diese eigenen Erfahrungen haben in mir die Idee geweckt, junge Menschen dabei zu unterstützen, eine ihrer Begabung entsprechende Ausbildung zu finanzieren. Das Anfangsvermögen dieser jungen Stiftung, und somit natürlich auch die jährlich verfügbaren Fördermittel, sind noch ebenso bescheiden wie einst die Anfänge unseres Instituts.

 

Warum nun aber SCHREIBER-FRIEBEL-STIFTUNG?

Der Name Friebel verweist auf das Gründer-Ehepaar unseres Instituts, Dr. phil. habil. Karl und Dr. rer. pol. Isolde Friebel. Sie haben nicht nur den Charakter dieses Instituts sondern auch meinen beruflichen Lebensweg geprägt.

Aber für die zukünftige Entwicklung der Stiftung habe ich eine Vision und sie entspringt eher angelsächsischer Tradition: dass nämlich die „alumni“, also die Absolventinnen und Absolventen zumeist akademischer (Aus-)Bildungsinstitutionen ihre „alma mater“ bzw. deren Studierende finanziell fördern. Das reicht von Spendenbeiträgen zu entsprechenden Stiftungen oder Projekten bis hin zur Alleinstiftung ganzer Bibliotheken oder ähnlichem, die dann natürlich den Namen des Stifters tragen. Auch in Deutschland gibt es hierfür schon Beispiele, allerdings vorwiegend als Vermächtnisse von Professoren und zumeist im Bereich der Forschung. Ein kleiner Ansatz zu diesem Denken steckt ja auch schon in unserer „Vereinigung der Freunde und Förderer (VFF)“, die aus den Mitgliedsbeiträgen z. B. Exkursionen der Studierenden oder andere Projekte fördern.

Es wäre mein Wunsch – und deshalb die Gründung noch zu Lebzeiten! – wenn auch die SCHREIBER-FRIEBEL-STIFTUNG Anhänger dieser meiner Vision findet!

Am 07. März 2009 ist unsere langjährige Direktorin und Stiftungsgründerin Frau Marion Schreiber gestorben.